25.2.12

Journalistisches Handwerk: Geschichten erfinden und kochen


Damit sie schön knackig bleiben. Aus: Hallo München, 22. Februar 2012

"Geheimdienst überwacht 37 Millionen E-Mails"

"Geheimdienst überwacht 37 Millionen E-Mails": So oder ähnlich titelten heute fast alle selbst ernannten Qualitätsmedien. Etwa die Süddeutsche, die BZ, RP-Online und viele mehr. Was keiner bemerkt hat: Es wurden nicht etwa 37 Millionen E-Mails überwacht. Der Geheimdienst hat vermutlich alle Mails überwacht, derer er habhaft werden konnte. Herausgefischt hat er etwa 37 Millionen. - Qualitätsjournalismus eben.

18.2.12

Der Dativ ist dem organisierten Verbrechen sein Tod

Guido Watermann freut sich, dass er das Quiz ansonsten mit befriedigendem Ergebnis bestanden hat. Autos sind sein Hobby. Das "wer lehrt wem was" allerdings auch.

26.1.12

Der Polit-PR nicht alles durchgehen lassen

Geht die Kinderarmut wirklich zurück? Wie man mit Statistik Erfolgsmeldungen erzeugen kann, und was an den Zahlen wirklich dran ist, hat die Journalistenakademie zusammengetragen. Zur Journalismuskritik

16.10.11

Kranke Kasse







Dieser fromme Wunsch der Süddeutschen Zeitung vom 15./16. Oktober 2011 wird die Schwerkranken und chronisch Kranken nicht wirklich freuen.

22.9.11

Wen der Haferschua sticht...

Die Redaktion von muenchen.de hat es nicht leicht. In kürzester Zeit musste der neue Webauftritt gestemmt werden. Da kann schon mal was schiefgehen. Blöd, wenn sich dabei herausstellt, dass die Redaktion nicht dialektsicher ist. Im abgebildeten Teaser ist vom passenden Wiesn-Outfit (allein schon ein wunderbarer Deutsch-Anglizismus - Watermann hätte "Gwand" dazu gesagt) die Rede. Was der Trachtler an den Füßen trägt, sind jedoch mitnichten "Haferschua". Die Fußbekleidung heißt "Haferlschuh", was sogar Wikipedia richtig weiß. Die Mittelbayerische Zeitung hat die Haferlschuhe richtig bei den Volksetymologien eingeordnet.

2.6.11

Vatertag, nicht Muttertag!

Spielfilmtipps zu Mariä Himmelfahrt gibt die Süddeutsche Zeitung in ihrer Feiertagsausgabe vom 1./2. Juni 2011. Was stimmt hier nicht? Der Genitiv "Mariae" ist völlig korrekt. Nur dass der 2. Juni nicht der Himmelfahrt von Christi Mutter Maria gedenkt, sondern ihres Sohnes. Der als Vatertag bekannte Feiertag heißt daher Christi Himmelfahrt. Mariä Himmelfahrt wird am 15. August gefeiert, hat mit dem Muttertag nichts zu tun und ist in katholischen Ländern wie in Italien ("Ferragosto") ein hoher Feiertag - weit weg vom Münchner Osten, wo die Süddeutsche residiert.

31.3.11

Journalismus-Lehrer I

Paul-Josef Raue, gemeinsam mit Wolf Schneider Autor des "neuen Handbuchs des Journalismus", bekommt in der Satirezeitschrift Eulenspiegel sein Fett weg. Wer im Glashaus sitzt...

31.12.10

Schweigend ins Gespräch vertieft


Linda Dietze lässt in der Leipziger Volkszeitung vom 31. Dezember 2010 Frauen hängend im Mittelpunkt stehen, während sich alles um sie dreht. Wem davon noch nicht schwindlig geworden ist, öffnet das weibliche Geschlecht den Blick in die weite Welt. Das Projekt mündet in einer Ausstellung. Tipp: Ein paar weniger Metaphern um Öffnungen, Mündungen, Drehungen und Stellungen hätten dem Artikel gut getan.

28.12.10

Eulmeldung

Auf die leicht veränderte Startseite von www.tagessschau.de machte Stefan Niggemeier am Vormittag des 27. Dezembers 2010 aufmerksam. Dahinter steckte der 27. Chaos Computer Congress, wie die taz meldete. Auf die Nachfrage bei der ARD, ob man sich vorstellen könne, dass der Hack etwas mit dem Hacker-Kongress in Berlin zu tun haben könnte, lautete die Gegenfrage: "Welcher Hacker-Kongress?"

9.11.10

Website kernenergie.de gehackt


Kernenergie - so sicher wie diese Website: Hacker haben am heutigen Dienstag die Website des Deutschen Atomforums kernenergie.de gehackt, meldete heise.de. Statt des Auftritts der deutschen Atomlobby war zeitweise die aus der Anti-Atombewegung bekannte rote Sonne auf der Startseite zu sehen.

Ein Sprecher des Deutschen Atomforums erläuterte gegenüber heise online, die Website kernenergie.de sei aus Sicherheitsgründen derzeit offline, da zunächst untersucht werden soll, ob möglicherweise Schadcode eingeschleust wurde.

27.9.10

Sie haben Post: Google Wohltätigkeitsfonds

Betreff.: Google Wohltätigkeitsfonds (Auszahlungsnummer: GF-EUROPA-9EJFYT-2010)
Datum: 19.09.2010

Google UK Ltd teilt Ihnen die Ergebnisse von Google Wohltätigkeitsfonds für E-Mail-Adresse [für Deutschland, Schweiz, Oesterreich Einwohner] Programm mit.

Die endgültige Programme wurden auf dem 23. September 2010 in Bonn, Deutschland gehalten.Dies Ergebnis ist jetzt zu Ihnen heute 24. September 2010 freigegeben worden. Ihre E-Mail-Adresse, die in der Einer Kategorie befestigt wird,hat €1,000,000.00 EUR (EINE MILLIONEN EUROS) gewonnen,und dazu ist Ihre E-Mailadresse als ein Gewinner fuer den Geldpreis vom €1,000,000.00 EUR (EINE MILLIONEN EUROS) gewählt worden.

Diese Programme wurde von den Google International Inc. und die unten genannten Firmen fundiert:

1. Coca-Cola
2. Mastercard
3. Carlsberg
4. Becks
5. MacDonalds

Alle E-Mail Adressen wurden automatisch durch ein Computerstimmzettelsystem ausgewählt, in den Ihre Email-Adresse als einer der ZEHN {10} glücklichen Gewinner in der Ersten Kategorie ausgewählt wurde. Alle E-mail Adressen wurde von den Europäischen Union{EU} Einwohnerverzeichnis und Internet Benutzer Databanken aus dem ganzen Gebiet {Deutschland, Schweiz und Oesterreich} ausgewählt , nachdem wir die Genehmigung von der Europäischen Union{EU} erhalten haben.

Andere Gewinner in Ihrer Kategorie lautet:
1. Dr. Joerg Müller - Aus Basel, Schweiz
2. Frau Melanie Bäcker - Aus Linz, Oesterreich
3. Herr Friedrich Berger - Aus Klagenfurt, Oesterreich
4. Herr Urs Meier - Aus Bonn, Deutschland
5. Frau Inge Schulz - Aus Stuttgart, Deutschland
6. Pfarrer Luthar Koepf -Aus Bern, Schweiz
7. Frau Anna Bianchi -Aus Muenchen, Deutschland
8. Ing. Johannsen Svensson -Aus Wien, Oesterreich
9. Herr Gerd Baumann - Aus Salzburg, Oesterreich.

Ihre Gewinndaten lautet:

Ticket Nummer :-676590 , Glueckszahl :-7
Ref Nr.: GOOGLE-0763881-2010
Einzahlungsscode: BBP-J5978-10

Sie müssen Ihre oben Gewinn Informationen vertraulich {SEHR GEHEIM} behalten, bis Ihre Ansprüche und Ihre Fonds fertig bearbeitet worden sind, und Ihre Fonds zu Ihnen überwiesen worden sind.Dies ist ein Teil von unserem Sicherheitsprotokoll,um Doppelbeanspruchen und ungerechtfertigten Missbrauch von diesem Programm zu vermeiden. Sie müssen Ihr Gewinn nicht später als am 5th. Ocotober 2010 beansprucht werden.Nach diesem Datum, wird alle unbeanspruchten Fonds zu unserem Zentralebüro in den U.S.A zurückgekehrt werden.

Unten ist eine detaillierten Informationen und Erklärungen auf der Verarbeitung und den Zahlungsanweisungen:

Für die Auszahlung von Ihrem Google Wohltätigkeit Fonds werden Sie berechtigt, einen der unter Auszahlungsoption zu wählen:

* Reise zu unserem Büro in London um Ihre Fonds abzuholen.

* Überweisung von Fonds auf Ihrem Konto.

*Bankomatkarte. {ATM}: Kurierdienst wird die Bankomatkarte zu Ihrer Haus-Adresse liefern.

Wenn Sie zu unserem Büro in London innerhalb 72 Stunden reisen koennen, dann informieren Sie uns sofort, damit wir Ihre Einladungsverfahren vorbereiten können. Aber wenn nicht, dann haben Sie die Moeglichkeit fuer Ueberweisung auf Ihrem Konto.

Wir bitten Sie, sich an der Offiziellen Bezahlende Bank {Barclays Bank Plc.} zu wenden {für Auszahlung und alle andere wichtige Erklärungen}. Sie sollen mit Ihrer Ansprechperson (Direktor für Ihre Verhandlung) Herr John Silvester Varley für weitere Fragen und Erklärungen ueber Ihre Fonds diskutieren, weil er Deutsch verstehen kann:

BARCLAYS BANK PLC.
VERARBEITUNG UND AUSZAHLUNGSABTEILUNG,
GOOGLE WOHLTÄTIGKEITSFONDS 2010
ANSPRECHPERSON: Herr John Silvester Varley
19 Fleet Street,
London, EC4P 4DR
United Kingdom{U.K}

John Silvester Varley.
E-mail: jonnbriggs@gmail.com

Allgemeine Erkundigungen:
jonnbriggs@gmail.com


Für die Verarbeitung und Auszahlung von Ihren Fonds ,füllen Sie sofort die unten Form und reichen Sie es zu Google Wohltätigkeitsfonds 2010 Verarbeitung /Auszahlungsabteilung von der Offiziellen Bezahlende Bank {Barclays Bank Plc} Herr John Silvester Varley durch E-mail ein:


E-mail: jonnbriggs@gmail.com


GOOGLE WOHLTÄTIGKEITSFONDS 2010 GEWINNER ANMELDEFORMULAR FUER AUSZAHLUNG .

VORNAME:...........................
GEBURTSDATUM:.. ...................
NACHNAME:..........................
GESCHLECHT:........................
ADRESSE:...........................
NATIONALITAET:.....................
BERUF:.............................
TELEFONNUMMER:.....................
FAXNUMMER:.........................
BETRAG GEWONNEN:...................
REF NR.:...........................
WELCHE AUSZAHLUNGSOPTION MOECHTEN SIE?:
ABHOLUNG IN LONDON / UEBERWEISUNG AUF IHREM KONTO
GENEHMIGT FUER AUSZAHLUNG


Wir gratulieren Ihnen und hoffen, dass Sie sich an unserem Google Wohltätigkeitsfonds 2010 Mega Ende des Jahres teilnehmen werden, wo Sie eine Chance haben werden, Fünfzig Millionen Euros (€50,000,000.00 EUR) zu gewinnen.


Für Google Wohltätigkeitsfonds 2010 Programm
Mag. Dr. Amelie Williams
Google UK Ltd
Belgrave House
76 Buckingham Palace Road
London SW1W 9TQ
United Kingdom

P.S. BEANTWORTEN SIE NICHT ZU DIESER MAIL,SONDERN WENDEN SIE SICH AN DER BEZAHLENDE BANK DURCH E-MAIL MIT IHREN DATEN {FUER DIE VERARBEITUNG UND AUSZAHLUNG VON IHREN FONDS ZU IHNEN}!

Copyright (c) 2010 Google International Inc. Alle Rechte vorbehalten. Geschaeftsbedingungen -Hilfe

Sie haben Post: Deutsche Bank

Bekanntmachung!

Geehrte Kunden und Kundinnenu Deutsche Bank!

Lesen sie bitte aufmerksam diese Meldung ueber die Datensicherung. Wir arbeiten, um unsere Anwender gegen den Betrug zu verteidigen.

Ihr Konto wurde zur Kontrolle gewaehlt, wir brauchen das, um zu bestaetigen, dass Sie ein echter Besitzer dieses Kontos sind. Doch Sie sollen alle folgenden Punkte beachten. Bitte klicken Sie auf den unten stehenden Link und aktualisieren Sie Ihre Login-Konto.

https://meine.deutsche-bank. de/trxm/db/init.do?logintab= iTAN

Merken Sie sich, wenn Sie die Information waehrend 24 Stunden nicht bestaetigen, sollen wir unbedingt Ihr Konto fuer seine Verteidigung blockieren.


Danken schoen.

6.9.10

Mörderisch



Der Bayerische Rundfunk sieht nicht nur mörderisches Wetter, sondern auch einen Wettermorderator.

3.3.10

Nonnen und Mönche


Wenn Werbeagenturen dichten - das Bild stammt aus der Kundenzeitschrift eines Verkehrsbetriebs - , werden Diakonissen aus Neuendettelsau schon mal zu Nonnen. Schade, dass die evangelischen Mönche nicht im Bild sind.

2.3.10

Unabhängiger Qualitätsjournalismus

Watermann arbeitet in der Vorjury eines Journalistenpreises mit. In dieser Funktion erhielt er dieser Tage einen Anruf vom Verlag Rommerskirchen. Das ist der, der die Zeitschrift „Journalist“ herausgibt. Und genau darum geht es: ein Porträt über den Journalistenpreis soll dort erscheinen. Auf Nachfrage ergab sich: Das Porträt ist kostenpflichtig, und es erscheint auch nicht im Journalist, sondern in einer Beilage zum Journalist. Aber nur, wenn man dafür zahlt. „Es ist keine Anzeige“, sagte die nette Frau Frings. „Sie zahlen nur das Honorar für den Journalisten, einen Beitrag zum Layout, zum Druck undsoweiter“.
So hat sich Watermann das immer gedacht mit dem unabhängigen Qualitätsjournalismus.

6.2.10

Auf den Mops...



Mehr Dackel braucht das Land. Denn die eigenwilligen Hunde werden in der Beliebtheit inzwischen von Mode-Rassen abgelöst. Die Deutsche Presseagentur (dpa) verstieg sich in einem Dackel-Beitrag nun zur Aussage "Der Mops ist schwer im Kommen". Das kann nun vieles bedeuten. Watermann rätselt: Manche Möpse sind schwer. Andere sind aufgrund ihrer Leibesfülle recht langsam. Oder heißt das, dass jetzt auch noch die Möpse aussterben? (Weitere Konnotationen nicht ausgeschlossen).

Die dpa-Meldung habe ich beim Greenpeace-Magazin gefunden.

17.7.09

Porsche-Chef geht...

"Porsche-Chef geht nach Spiegel Informationen" ist gleich in mehrerer Hinsicht ein hübsches Beispiel für die Journalist-Academy. Vom Deppen-Leerzeichen zwischen Spiegel und Informationen einmal abgesehen: Hat der Spiegel jetzt besondere Informationen - oder richtet sich Wendelin Wiedeking nach dem Spiegel, ganz gleich, wie gut oder schlecht dessen Informationen sind?

25.6.09

Nochmal Bad bank

"Müsste die Bundesbank die Bundesbank mitfinanzieren, würde dies den Gewinn der Bundesbank schmälern..." (SZ, 22.6.2009). Wahrscheinlich. Wahrscheinlich müsste aber irgendwo in diesem Satz "Bundesbank" durch "Bafin" ersetzt werden. Frohes Raten!

11.6.09

Alle Mann von Bord

Die Union hat sich vorgenommen, die Öffentlichkeitsarbeit für die „Bad Bank“ zu verbessern, und ist auf die „Beiboot-Lösung“ verfallen. Das meldete die „Süddeutsche“ Ende Mai. Hoppla: Beiboote sind dazu da, auf ihnen Risikoballast aussetzen, um das Mutterschiff zu retten?? Watermann, der trotz seines Namens kein Seebär ist, musste nachschlagen. Laut Wikipedia ist ein Beiboot „ein Boot, das von einem größeren Wasserfahrzeug mitgeführt wird“. Es dient, so Wikipedia, „in erster Linie dem Übersetzen der Schiffsbesatzung“. Das leuchtet Watermann auf Anhieb ein: Die Bad Bank soll die Banker aufs sichere Mutterschiff retten. Des weiteren hat Wikipedia noch zu bieten: „Transport von Gütern“ (aber welchen?), „Aufholen des Ankers“ (Leinen los? Das beunruhigt Watermann ein wenig) und „Rettung aus Seenot“ (klar: wiederum die Banker). Was immer sich die Union dabei gedacht hat, hier geht es jedenfalls nicht zu wie in der christlichen Seefahrt, nämlich: alle Mann von Bord, Frauen und Kinder zuerst.

30.5.09

Steckte die Stasi hinter dem 2. Weltkrieg?

...fragt Titanic. Und nach den heutigen Schlagzeilen möchte man hinzufügen: Wurde Rosa Luxemburg von der Stasi ermordet?

19.1.09

Schießen Sie nicht auf den Pianisten


Über Geschmack kann man, so das Sprichwort, streiten. Aber man muss nicht gleich zum Schießeisen greifen. Quelle: Süddeutsche Zeitung, 17./18. Januar 2009

6.12.08

Ja, ist denn heut schon Buchmesse?



Da muss der Bayerische Rundfunk irgend etwas verwechselt haben. Laut der oben stehenden Meldung wird heute der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. Die findet ja bekanntlich jedes Jahr im Frühjahr statt. Ob der BR vielleicht den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis gemeint hat? Der wird nämlich heute abend in Nürnberg verliehen...

3.12.08

Einschuss? Ausschuss?


Der Spiegel zeigte auf dem Titelbild einen Durchschuss durch eine Dollarnote. Das Projektil fliegt von hinten durch den Geldschein und tritt, rechts im Bild, nach vorn wieder aus. Blöd nur, dass es sich ganz offensichtlich um einen Einschuss handelt, wie im Bild deutlich zu erkennen. Der Ausschuss ist ein Einschuss. Und damit Ausschuss.

27.9.08

Atomlobby: Deutscher Sonderweg

Public Relations für Atomenergie, die ja richtig Kernenergie heißen soll, weil das gleich viel sauberer klingt, findet sich derzeit in großformatiger Onlinewerbung (auf das Bild klicken, dann sieht man's in voller Schönheit):




Der Deutsche Sonderweg endete bekanntlich in der Katastrophe. Deshalb kann man hier gleich mit "Richtig so!" abstimmen und dem "Austieg aus dem Atomausstieg" zustimmen:



Und das ist das Ergebnis:

18.9.08

Wasser bis zum Hals

Die Süddeutsche Zeitung bringt auf ihrer Titelseite meistens zwei Aufmacher: einen mit Bild und einen mit Text. In der Regel handelt es sich um zwei unterschiedliche Themen. Das kann, wie in diesem Fall, putzige Konnotationen erzeugen. Was wollte uns die Süddeutsche damit sagen? Dass dem forschen SPD-Duo das Wasser bis zum Hals steht?

22.8.08

Knapp daneben, und Spaß dabei



Dass Brücken in der Luft hängen, ist eine immer wieder gern zitierte Tatsache, findet Watermann. Den Überschriften dichtenden SZ-Journalisten hat das Thema, der Bildempfänger, dabei so inspiriert, dass ihm eine von der Sache her naheliegende Bildlichkeit als Bildspender eingefallen ist. Aber "knapp danehm (daneben) is aa (auch) vorbei", wie der Münchner sagt. Die "Süddeutsche" hat am 20. August aber gleich noch so eine schön-schräge Metapher gefunden, nämlich die S-Bahn, die Gas gibt. Hoffentlich hat sie wenigstens Spaß dabei.

7.8.08

Gefiedert und geteert

Der Münchner Tierpark Hellabrunn wirbt mit diesem Plakat für seine Vogelschau. Was ihm dabei passiert ist, hat Wolf Schneider in "Deutsch für Profis" ein für allemal festgehalten: Es gibt keine "atlantischen Tiefausläufer", sondern Ausläufer eines atlantischen Tiefs. Und so ist natürlich auch nicht die Luftakrobatik gefiedert, sondern die Akrobaten sind es, um die es hier geht. Watermann grübelt, warum die Schau nicht einfach "Gefiederte Luftakrobaten" heißt? Vielleicht, weil das dann keine genderneutrale Sprache mehr ist - ? Dabei ist das Video recht hübsch.

7.7.08

Flossen für Betancourt


Flossen sind Ingrid Betancourt auch im feuchten Dschungelklima nicht gewachsen. Und dass Web.de über die Kosten für die Flossen spekuliert, hat sie auch nicht verdient.

16.3.08

Nach Charkiw durchbrennen

Die Redewendung "einen guten Draht zueinander haben" soll ausdrücken, dass Freundschaft besteht, in diesem Fall mit der Stadt in der Ukraine. Wenn ein Draht glüht, kann man damit allerhand anstellen, und wenn man's übertreibt, bricht der Draht. Was wollen uns die Nürnberger Nachrichten sagen? Dass die Drähte, die Nürnberg mit Charkiw verbinden, stärker glühen müssen, damit sie den galoppierenden Mieten und den kletternden Preisen hinterher kommen? Vorsicht: Sie brennen irgendwann durch.

Wandernde Tomaten


Es steht in guten Journalismus-Lehrbüchern: In die Überschrift sollte ein Verb. Aktiv formulieren. Die Frage 'Wer tut was?' beantworten. Die Nürnberger Nachrichten haben also alles richtig gemacht, passend zum Frühling: Das Wandern ist der Tomaten Lust. Und sie werfen dabei nicht mit Steinen, obwohl sie gerade aus dem Glashaus kommen.

23.2.08

Sozimist



Liebe Wikipedia, da hast du aber eine Zeitlang gebraucht, um das zu merken...

12.1.08

Subtiles Marketing

Web 2.0 ist eine feine Sache. Nur mit dem Geld verdienen, das haut noch nicht überall so richtig hin. Da gibt es ein Portal, mit dem man angeblich alte Klassenkameraden wieder finden kann. Watermann meldete sich brav an, sandte über das Portal eine Nachricht an einen alten Kumpel, ohne dass das Portal irgendwie gemeckert hätte. Und schon zwei Stunden später (der Bot arbeitet ein bisschen langsam) fand er folgende Mail in seinem Postfach:

--
Hallo Guido,

soeben hat XYZ versucht, die von Ihnen am zzzzzz
um zzzzz Uhr geschickte Nachricht zu öffnen.

Betreff: "Schön dich hier wieder zu finden!"

Da Sie aber beide kein Goldmitglied sind, konnte XYZ die Nachricht
leider nicht lesen.

Wenn Sie jetzt die Goldmitgliedschaft erwerben, so benachrichtigen wir
XYZ, dass die Nachricht nun gelesen werden kann:
http://go.stayfriends.de/zzzzzzzzzzzzzzzzzz

Profitieren Sie mit der Goldmitgliedschaft von folgenden Vorteilen
- Über alle Neuzugänge bei StayFriends stets informiert sein
- Für alle StayFriends-Mitglieder sofort erreichbar sein
- Neuerungen von StayFriends sofort uneingeschränkt nutzen können
- Kontakte zu alten Freunden dauerhaft aufrechterhalten
- Kein Klassentreffen mehr verpassen

Profil von XYZ anschauen:
http://go.stayfriends.de/zzzzzzzzzzzzzzzzzzzz

Direkt zu meinem Postfach:
http://go.stayfriends.de/zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz

Viele Grüße
Oliver Thiel
StayFriends Mitgliederbetreuung
--

Watermann hat die Mail weitgehend anonymisiert. Wenn er sich's aber recht überlegt, sieht das nicht gut aus fürs Web 2.0. Bei einem derart subtilen Marketing...

18.7.07

Rückt näher


Hier ist es eine Startbahn, die näher rückt. Auf einer Seite weiter hinten in derselben Ausgabe der Süddeutschen Zeitung rückt auch noch ein Fahrradweg näher. Watermann fühlt sich umzingelt.

19.6.07

Einkommensschere im Kopf

Eine rätselhafte Meldung des Bayerischen Rundfunks brachte Guido Watermann heute ins Grübeln:

13:00 Uhr: Einkommensschere in Deutschland geht weiter auseinander
Berlin: Die Schere zwischen Spitzen- und Geringverdienern in Deutschland ist in den vergangenen Jahren weiter auseinander gegangen. Das geht aus einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, hervor. Demnach verdienten Spitzenkräfte im Jahr 2005 mehr als 3-mal so viel wie die Beschäftigten mit den niedrigsten Löhnen. In Frankreich, Japan, Schweden und den Niederlanden hat sich die Lohnschere dagegen kaum geöffnet (...) (Quelle: www.br-online.de)

Herr Ackermann verdient also mehr als dreimal so viel wie Guido Watermann? Das will dieser gerne glauben. Aber das kann, dachte sich Watermann, nicht der Kern der Nachricht sein. Etwas Recherche förderte eine andere Meldung zutage, die auf derselben AP-Meldung basiert:

Danach verdienten Spitzenkräfte im Jahr 2005 im Schnitt 3,1 mal so viel wie die 10% mit den niedrigsten Löhnen. (Quelle: www.finanznachrichten.de)

Ein Ackermann auf zehn Watermänner? Oder umgekehrt? Erst ein Blick auf die Original-Pressemitteilung nennt die Bezugsgröße:

Trotz dieses allgemeinen Trends sind die Unterschiede zwischen den OECD-Ländern und selbst zwischen den EU-Ländern beachtlich. So hat sich zwischen 1995 und 2005 in Frankreich, Finnland, Japan, Schweden, und den Niederlanden die Lohnschere kaum geöffnet. In Spanien und Irland sind im gleichen Zeitraum die Löhne für Geringverdiener sogar schneller gewachsen als für Spitzenkräfte. In Deutschland hingegen ist das Einkommensgefälle deutlich stärker als in der Mehrheit der OECD-Länder gestiegen. So verdienten die höchstbezahlten zehn Prozent der Arbeitnehmer im Jahr 2005 im Schnitt 3,1 mal so viel wie die zehn Prozent mit den niedrigsten Löhnen. Im Jahr 1995 war es nur 2,8 mal so viel. (Quelle: www.oecd.org)

So ist das mit dem Redigieren.

4.4.07

Kultur hin oder her

Sex sells. Das weiß auch die Süddeutsche Zeitung. Also brachte die gestrige Ausgabe ein Interview mit dem Veranstalter einer Sexmesse in Barcelona, der gerne Pornofilme mit finanzieller Unterstützung des spanischen Staats ins Katalanische übersetzen würde.

Die Bebilderung? Kein Problem. Eine blonde vollbusige Italienerin, der Redaktion der Süddeutschen Zeitung als Polit-Porno-Star bekannt, war auf der Messe. Die Bildunterschrift: „Diskutiert gerne auch über katalanische Kultur: Gaststar Cicciolina.“ Klingt interessant.

Was sagt der Interviewte dazu? „Unser Stargast an diesem Wochenende war zum Beispiel Cicciolina. Die hat mit der katalanischen Kultur nicht so viel zu tun.“ Aber sie verkauft sich gut. Auch in einer Qualitätszeitung. Kultur hin oder her.

26.3.07

Geis auf der Waide



Wiewohl Wilderer zu Watermanns Lieblingsfiguren zählen, verdient dieser hier ebenso wenig Lob wie sein Autor. Der Wilderer hat sich dabei "weidgerechter" verhalten, schließlich hat er sein Opfer auf der Weide erschossen, während sich der Journalist die Finger waidwund geschrieben hat. Das arme Tier kann nichts dafür, dass es zu einer "Rehgeis" wurde. Eine Geiß kann es nicht sein, die schreibt sich anders, und zum Wort "Ricke" hat es beim Journalisten nicht gereicht. Vielleicht, weil bei den Nürnberger Nachrichten (Ausgabe 24./25.3.2007) doch eher weniger Jäger zu finden sind?

25.2.07

24.2.07

Dürfen Journalisten Dienstleister sein?


Besteht nicht die Gefahr, dass Journalisten am Ende Dienstleister ihrer Leser seien? Das war die Frage, die ganz zum Schluss an die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zu "Journalismus online" am 23.2.2007 in München gestellt wurde - ausgerechnet von einem Vertreter der Journalistenausbildung. Hans Helmreich vom Bayerischen Rundfunk rettete zum Glück die Ehre der Journalistenzunft. Mit seinem Statement zu BR-online.de beginnt auch dieses Video.

15.2.07

Alkoholverbot für Bafög-Empfänger



Guido Watermann ist sich nicht sicher, wie der Bayerische Rundfunk das gemeint hat: Alkoholverbot für Bafög-Empfänger? Oder doch eher für Journalisten?

6.12.06

Starker Tobak

Nicht immer nur Mainstream lesen. Also liegt diese Woche die Jungle World auf dem Lesetisch. Was schreibt Andreas Hartmann in einer Filmkritik über Leonardo DiCaprio?

"Er ackert, schwitzt und zeigt seine Muskeln, nicht mehr wie ein blasses Jüngelchen wirkt er, sondern wie ein ganzer Kerl."


Genau das wollten wir immer schon haben. Auf die Bäume ihr Affen!

3.11.06

Arbeitslosenquote, sehr schön

Frank-J. Weise, der Chef der Bundesagentur für Arbeit, freut sich über die schönen Arbeitslosenzahlen im Oktober: ein Minus von 153.000 drückt die Zahl auf 4.085.000, und damit unter die magische Quote von zehn Prozent. Wie kommt es dazu? Die Pressemitteilung weiß die Antwort: "Neben dem positiven konjunkturellen Umfeld dürfte ein Teil der Abnahme auf der intensiveren Betreuung von Arbeitslosen und der systematischen Aktualisierung von Bewerberangeboten beruhen. Auch der entlastende Einsatz von Arbeitsmarktpolitik hat etwas zugenommen."

Was nicht so deutlich in der Pressemitteilung steht: Den Oktober verbrachten 132.601 Personen in einer Weiterbildungsmaßnahme.





Allein im Sepember waren knapp 40.000 Menschen in eine solche Weiterbildungsmaßnahme eingetreten. Im Oktober waren es dann nochmal knapp 35.000 Personen.





Sind die Zahlen also nicht wirklich schön? Die schwarz-rote Bundesregierung hat lediglich zu einer Schönfärbungsmethode der Arbeitslosenzahlen gegriffen, die die Regierung Kohl seit den 80-er Jahren systematisch betreibt. Es gab nur eine Regierung der letzten Jahre, die das Gegenteil des Schönfärbens der Arbeitslosenzahlen betrieben hat: die rot-grüne. Stattdessen hat sie nachgezählt und mithilfe der Hartz-Reformen präzise Zahlen auf den Tisch gelegt.

Dafür wurde sie dann auch nicht wiedergewählt.

--
Quelle für die Zahlenangaben: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 2. November 2006; Bundesverband Berufliche Bildung.

18.10.06

Stoiber auf den Medientagen München: Das ganz normale Leben

Bei der Eröffnung der Medientage München hielt der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber eine Rede. Das Publikum, lauter Leute aus der Medienbranche, wartete gespannt auf die berühmten Ähs und Ähems. Nichts. Edmund Stoiber hatte geübt und sprach so schnell, dass er teilweise ganze Wörter verschluckte oder zumindest sehr nuschelte. Das klang dann so: Wenn sich die Medienleute in München versammeln, sei das für die Medientage "ein unglückliches Zeichen..." (Publikum erstarrt) - erst aus dem Kontext wird klar, gemeint war: ein untrügliches Zeichen.

Da die Rede im Wesentlichen von einem kundigen Mitarbeiter der Staatskanzlei geschrieben war, ging auch beim Vorlesen weiter nichts schief. Der Satz "Das ganz normale Leben darf im Fernsehen nicht die Ausnahme sein" stand wohl wirklich so im Manuskript.

Aber was muss der Redenschreiber gezittert haben, als Stoiber zu einem frei gesprochenen Einschub anhub, um die Globalisierung der Medien "an einem ganz praktischen Beispiel" zu beschreiben: "Das größte Ereignis der letzten Jahre war vor wenigen Wochen... (Stoiber macht eine Pause) ... der Besuch des ... des bayerischen Papstes ... aus Deutschland ... in Bayern." Heiterkeit im Publikum. Stoiber, nach einem vergeblichen Versuch, weiter zu machen (er wollte eigentlich den Bayerischen Rundfunk loben): "I woaß gar net, was es da zu lachen gibt?"

28.9.06

Happy Birthday

"Wenn Sie von München nach Berlin... in 65 Jahren, dann starten Sie im Grunde genommen, starten Sie Ihre Bundeskarriere, 65 Jahre, schauen Sie sich mal die großen Präsidenten an in London oder sonst wo, Charles de Gaulle in Frankreich oder in äh Rom, dann werden Sie feststellen, dass 65 Jahre Sie jederzeit locker in München brauchen um das Kanzleramt zu finden. Wenn Sie vom Wirtschaftsministerium, äh der Staatkanzlei einsteigen, - das bedeutet natürlich dass im Grunde genommen das Kanzleramt näher an Bayern heranwächst, weil das ja klar ist, weil alle Linien in Bayern zusammenlaufen. Lieber Herr Stoiber: Herzlichen Glückwunsch zum 65.Geburtstag." Jürgen Trittin gratulierte Edmund Stoiber mit einer Persiflage auf die bekannte Rede über den geplanten Transrapid zum Flughafen Franz Josef Strauß. Strauß, Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst, sic audivisset in sepulcro rotaretur.

3.9.06

Unser Beitrag zur Pisa-Studie



Das Moselstädtchen Cochem ist weniger für journalistische Leistungen, sondern eher für seine Weine und die entsprechenden Sauftouren berühmt. Auch im Bildblog ist Cochem bisher wenig aufgefallen. Um so überraschter war Guido Watermann, als er beim Flanieren durch die Cochemer Gassen diesen Aufsteller entdeckte. Und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

27.8.06

Pränataler Nationalismus

Identitätsprobleme von Kindern, die von Deutschen im Ausland adoptiert wurden, sind Thema in der Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 27.8.2006.
Da wird eine Expertin zitiert: "Das Kind verliere seine Eltern, im Falle einer Auslandsadoption auch seine Kultur, es werde in eine fremde Welt hineingeworfen, denn den Lebensrhythmus, die Sprache und Geräusch der ursprünglichen Heimat verinnerlicht schon das Ungeborene im Mutterleib."
Da denke ich mir so allerhand. Woher sie das wohl weiß? Und ob Rassereinheit wieder Konjunktur hat?
Und warum funktioniert das mit dem Nationalismus bei mir so gar nicht?
Aber ach, die Antwort liegt auf der Hand: Als Siebenmonatskind hatte ich einfach nicht genug Zeit im Mutterleib, um die deutsche Kultur zu verinnerlichen.

16.7.06

Unsere Elf


11 liebevoll arrangierte Objekte (Pinsel) finden sich in einer Auslage an der Münchner Schellingstraße.

21.5.06

Wenn Männer zu sehr dichten


Au. Lieber Alexander Gorkow, hoffentlich passiert Ihnen nie, was Sie über David Gilmour in der "Süddeutschen Zeitung" geschrieben haben. Dass nämlich Ihre Augen mal in die Mangel genommen werden, wenn auch nur von tanzenden Brauen. Viel Glück!

30.3.06

Eidotter oder Zitrone?

Was Journalismuslehrer und Journalistenschüler so treiben, erfährt man im Normalfall nicht. Zur Freude der Journalist Academy plaudert Kontemplator aus der Schule.

28.1.06

Hähnchen mit Studentenausweis

"Ein Glück, dass man nicht alles selber machen muss", sagte Tom Kaiser und verwies Guido Watermann aufs Zwiebelfischchen.
Viel Spaß beim Lesen!

16.1.06

Warum Angestellte so wenig arbeiten

Auf der Seite "Beruf und Bildung", die in der Regel von Menschen gelesen wird, die zur Zeit keine Arbeit haben, fand die "Süddeutsche Zeitung" es am 14. Januar originell, diese Grafik abzudrucken. Sie erinnerte Guido Watermann, der aus einer Lehrersfamilie stammt, an einen alten Witz aus dem Witzbüchlein seines Großvaters.

Wie kommt es, dass Lehrer nichts arbeiten? Na klar, sie arbeiten nachts nichts, also fällt schon einmal die Hälfte des Jahres weg. Bleiben 182 Tage. Auch am Nachmittag arbeiten sie nichts - nochmal die Hälfte weg, bleiben 91 Tage. Jetzt ziehen wir noch die Wochenenden ab, minus 144 Tage, und die Ferien...

Der Arbeitslose, so will die Süddeutsche Zeitung vielleicht witzeln, soll mal bloß nicht jammern über die viele freie Zeit. Denn den armen Angestellen ergeht es noch viel schlimmer: Arbeiten sie doch ohnehin schon nur 58 Prozent der Zeit. Und wenn man jetzt noch die Nächte abzieht, bleibt die Hälfte, das sind noch 106 Tage im Jahr. Wenn man bedenkt, dass man die Hälfte davon entweder isst oder faulenzt, bleiben noch 53 Arbeitstage. Und davon sind 28 oder mehr Urlaubstage...

Die "Süddeutsche" meint das aber ganz ernst.