17.7.09

Porsche-Chef geht...

"Porsche-Chef geht nach Spiegel Informationen" ist gleich in mehrerer Hinsicht ein hübsches Beispiel für die Journalist-Academy. Vom Deppen-Leerzeichen zwischen Spiegel und Informationen einmal abgesehen: Hat der Spiegel jetzt besondere Informationen - oder richtet sich Wendelin Wiedeking nach dem Spiegel, ganz gleich, wie gut oder schlecht dessen Informationen sind?

25.6.09

Nochmal Bad bank

"Müsste die Bundesbank die Bundesbank mitfinanzieren, würde dies den Gewinn der Bundesbank schmälern..." (SZ, 22.6.2009). Wahrscheinlich. Wahrscheinlich müsste aber irgendwo in diesem Satz "Bundesbank" durch "Bafin" ersetzt werden. Frohes Raten!

11.6.09

Alle Mann von Bord

Die Union hat sich vorgenommen, die Öffentlichkeitsarbeit für die „Bad Bank“ zu verbessern, und ist auf die „Beiboot-Lösung“ verfallen. Das meldete die „Süddeutsche“ Ende Mai. Hoppla: Beiboote sind dazu da, auf ihnen Risikoballast aussetzen, um das Mutterschiff zu retten?? Watermann, der trotz seines Namens kein Seebär ist, musste nachschlagen. Laut Wikipedia ist ein Beiboot „ein Boot, das von einem größeren Wasserfahrzeug mitgeführt wird“. Es dient, so Wikipedia, „in erster Linie dem Übersetzen der Schiffsbesatzung“. Das leuchtet Watermann auf Anhieb ein: Die Bad Bank soll die Banker aufs sichere Mutterschiff retten. Des weiteren hat Wikipedia noch zu bieten: „Transport von Gütern“ (aber welchen?), „Aufholen des Ankers“ (Leinen los? Das beunruhigt Watermann ein wenig) und „Rettung aus Seenot“ (klar: wiederum die Banker). Was immer sich die Union dabei gedacht hat, hier geht es jedenfalls nicht zu wie in der christlichen Seefahrt, nämlich: alle Mann von Bord, Frauen und Kinder zuerst.

19.1.09

Schießen Sie nicht auf den Pianisten


Über Geschmack kann man, so das Sprichwort, streiten. Aber man muss nicht gleich zum Schießeisen greifen. Quelle: Süddeutsche Zeitung, 17./18. Januar 2009